DHL – Vom Millionär zum Tellerwäscher
12. November 2008 von redaktion
Es ist wahrlich kein gutes Jahr für die Deutsche Post. Nicht nur steckt die Postbank mitten in der Finanzkrise und
Steuerhinterziehungsskandalen, auch ihre Logistik in Form der DHL schreibt in den USA konstant rote Zahlen.
Der Apparat in übersee soll nun drastisch abgebaut werden, was milliardenschwere Kosten und massiven Abbau an Arbeitskräften bedeutet.
Der von Steuern, Zinsen und sonstigem bereinigte Gewinn, der Ebit der Deutschen Post sank im dritten Quartal 2008 um satte 8% auf 429 Millionen Euro, was vor allem dem lahmenden US-Geschäft zuzuschreiben ist.
Eine Kooperation mit UPS ist nicht zu Stande gekommen, worauf sich der Bonner Konzern entschloss, das verlustbehaftete Expressgeschäft in den vereinigten Staaten einzustellen. Diese Notbremse stellt sich jedoch als keineswegs günstig heraus. Der Ab- bzw. Umbau der DHL zieht laut der Deutschen Post voraussichtlich Kosten
in Höhe von 3,9 Milliarden Euro nach sich. Der Jahresabschluss für 2008 wird folglich definitiv ein negatives Ergebnis aufweisen.
Die Einsparungen und die Umstrukturierung bedroht gut 15.000 Arbeitsplätze der DHL, vor allem, aber nicht nur in den USA.
